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Den Garten mit Wildbienen düngen

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Zwischen den Jahren hatte ich bereits von meinen Honigbienen geschrieben, heute nun folgt ein Beitrag über „meine“ Wildbienen.

Mein Kollege Uwe Zimmermann, ursprünglich Biologe von Beruf, hatte mir schon vor über einem Jahr erklärt, dass Wildbienen im Vergleich zu den Honigbienen die besseren Bestäuber seien, weil sie teils sehr spezialisiert auf einzelne Blüten sind und nicht so oberflächlich vorgehen wie die gemeine Honigbiene. Den Wildbienen fehlte bislang nur die Lobby, weil es ja keine Imker gibt, die von ihrem Honig profitieren und sich deshalb für ihren Erhalt einsetzen.

Letztes Jahr im April hatte ich dann die ersten drei Bienenhotels im Internet bestellt und knapp 100 € dafür ausgegeben. Den Ausführungen meines Kollegen hatte ich entnommen, dass sich dadurch der Ertrag meines Gartens steigern ließe. Vor allem bei Obstbäumen und -sträuchern, teilweise aber auch beim Gemüse. Weil der Wein ein Selbstbestäuber ist, bringt es im Weinberg angeblich keine Vorteile. Im verlinkten Quarks-Beitrag wird berichtet, dass beispielsweise die Tomate nur von den Wildbienen, nicht aber von den Honigbienen bestäubt wird.

Diese Effekte waren letztes Jahr noch nicht wahrzunehmen, weil die Larven der Wildbienen den ganzen Sommer und Winter im Hotel verbringen und erst im Frühling schlüpfen. Aber jetzt summt und schwirrt es überall, viele unterschiedliche Arten. Viel mehr als jemals zuvor in meinem Garten. Früher soll es ca. 120 Arten gegeben haben, jetzt noch ca. 70. Jede davon spezialisiert auf gewisse Pflanzen.

Wildbienen sind bedroht, weil der Mensch ihnen den Lebensraum nimmt. Die durch Flurbereinigung großflächigen Monokulturen der konventionellen Landwirtschaft bieten weder Lebensraum noch Nahrung über die gesamte Vegetationsphase, und in den Städten finden sie in den aufgeräumten Gärten und an den meist perfekt verputzten Hauswänden keinen Unterschlupf. Nachdem der Mensch ihren Lebensraum zerstört hat, ist sie darauf angewiesen, dass wir, die Menschen, ihnen helfen. Aber streng genommen helfen wir damit vor allem uns selbst. Wie Albert Einstein schon sagte: „Zuerst stirbt die Biene, dann der Mensch“. Wahrscheinlich meinte er damit die Wildbiene und nicht die Honigbiene.

Hier ein interessanter Beitrag vom WDR:

Ein Herz für Bienen: Wie stoppen wir das Insektensterben?

https://www.ardmediathek.de/wdr/player/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWM1ZDA3MDlmLWU1MjEtNDVkNy05NTg3LWZjNTMwNWMxZWYzNi9nZWJhZXJkZW5zcHJhY2hl/ein-herz-fuer-bienen-wie-stoppen-wir-das-insektensterben-mit-gebaerdensprache

  1. Bravo Herr Schramek,
    in diesem Thema werde ich Sie unterstützen! Habe gleich quer gepostet auf meinen Blog und freue mich auf Fortsetzung!

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