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Die Welt ein kleines bisschen besser hinterlassen als wir sie vorgefunden haben!

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In den letzten Tagen hatten zwei PfadfinderInnen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (www.vcp.de) ein Skype-Interview für die Erstellung eines Podcasts geführt. Das Medium hatten wir schon vor Beginn der Corona-Krise abgestimmt. In dem Verband war ich von 1991 bis 2009 aktiv gewesen, von 1994-1997 als Landessprecher des Landesverbandes Hessen. Zu den Pfadfindern bin ich schon mit 14 Jahren gekommen, damals noch zum katholischen Verband der Georgspfadfinder DPSG in Lingen/Ems. Zum evangelischen VCP wechselte ich nach dem Umzug ins protestantische Weidenhausen bei Eschwege in Nordhessen, wo ich nach dem Studium gemeinsam mit anderen Exilpfadfindern einen neuen Stamm aufgebaut hatte.

Die Pfadfinderei prägte für viele Jahre mein Leben. Mein Bezug zur Nachhaltigkeit hat dort ihre Wurzeln. Den Wahlspruch der Pfadfinder hatte ich mir zu Eigen gemacht: „Hinterlasse die Welt ein kleines bisschen besser als Du sie vorgefunden hast.“

Im Interview mit Lea und Patrick wurde mir bewusst, wie schwer dieses Ziel in Zeiten des Klimawandels zu erreichen ist.

Aufgewachsen bin ich in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufstiegs Deutschlands, aber auch des Waldsterbens, des Fischsterbens in den Flüssen und des Ozonlochs. Als Pfadfinder entwickelten wir eine besondere Wahrnehmung dieser ökologischen Probleme, deren Bewältigung über technologische Weiterentwicklung vermittelte Gewissheit, dass auch zukünftige Herausforderungen über Technik lösbar sein werden.

Als mich die beiden im Interview nach so langer Zeit mal wieder mit dem Wahlspruch konfrontierten, musste ich feststellen, dass er in Zeiten des Klimawandels eine viel größere Herausforderung darstellt als früher. Um die Welt ein kleines bisschen besser zu hinterlassen, muss man quasi alles anders machen als wir es aus den letzten 50 Jahren kennen. Ein kleines bisschen anders leben ändert nichts daran, dass wir über weiteren CO2-Ausstoß den Klimawandel forcieren. Die Emissionen so weit zu senken, dass wir dem Klima und damit der Welt nicht mehr zusätzlich schaden, erfordert ein komplett anderes Leben. Ohne technologischen Fortschritt wäre das niemals zu erreichen, nur darauf zu setzen würde aber in Anbetracht der kurzen noch zur Verfügung stehenden Zeitspanne von acht Jahren bei weitem nicht ausreichen, um die Emissionen von 12 auf 2 Tonnen pro Kopf und Jahr zu reduzieren.

Den Podcast findet Ihr zum nachhören auf dieser Seite:

https://ssl.vcp.de/vcpcloud/index.php/s/DVz9SAEeTAMcCcj

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